24.04.2026 | 12:33

Vom Acker in die Apotheke: Waldland und Bionorica setzen auf Schlüsselblumen aus Niederösterreich

LH-Stv. Pernkopf: „Kooperation von Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung im Sinne der Menschen“

Am Schlüsselblumenfeld von Waldland in St. Pölten (v.ln.r.) Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher, Obmann Waldviertler Sonderkulturenverein Robert Haidl, Bionorica-CEO Michael Popp, Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
Am Schlüsselblumenfeld von Waldland in St. Pölten (v.ln.r.) Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher, Obmann Waldviertler Sonderkulturenverein Robert Haidl, Bionorica-CEO Michael Popp, Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.© NLK PfefferDownload (1.4Mb)

Sie ist klein, gelb und ein echtes Kraftpaket: Die Schlüsselblume (Primel) stand heute im Zentrum eines Pressegesprächs zum Thema „Schlüsselblume – Apotheke am Feld“ – direkt am Feld bei St. Pölten. Seit zwei Jahrzehnten arbeiten der niederösterreichische Betrieb Waldland und der deutsche Pharmagigant Bionorica zusammen: Die von Waldland produzierten Schlüsselblumenblüten werden von Bionorica zu hochwertigen Medikamenten verarbeitet.

„Hier kommen mit Waldland und Bionorica zwei Unternehmen zusammen, die für Qualität und Innovation stehen“, betonte Pernkopf. Die Zusammenarbeit zeige eindrucksvoll, „wie stark unsere Landwirtschaft ist, wie innovativ unsere Unternehmen sind und wie zukunftsorientiert hier geforscht wird“. Bei vielen Arzneimitteln sei man abhängig von China, Indien und den USA, führte er aus. Deshalb sei eine solche Zusammenarbeit, „bei der die Qualität von Arzneimitteln auf unseren Feldern gezogen wird“, entscheidend. „Das bringt neue Impulse für die gesamte Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis zur Verarbeitung – und stärkt den Standort Niederösterreich nachhaltig“, erklärte Pernkopf.

Er unterstrich zudem: „Hier wird vorgelebt, was Sinn ergibt: die Kooperation von Landwirtschaft, Wissenschaft und Forschung im Sinne der Menschen. Denn die beste Apotheke kommt von unseren eigenen Feldern, und das praktizieren Waldland und Bionorica gemeinsam mit unseren Bäuerinnen und Bauern.“ Pernkopf sprach von wichtigen Impulsen für die gesamte Wertschöpfungskette, für Wirtschaft und Landwirtschaft in Niederösterreich, „deswegen werden wir seitens des Landes auch in Zukunft in Waldland investieren.“

Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher gab einen Überblick, was hinter den besonderen Kulturen steht, und sprach von einer „Top-Technik in Auspflanzung und Ernte“. Er hob hervor, dass die Erntemaschinen größtenteils von den Waldland-Mitarbeitern selbst konstruiert seien. „Zwischen Anbau und Ernte sorgen unsere Bäuerinnen und Bauern für gleichmäßige, unkrautfreie Felder, die einen guten Ertrag versprechen.“ 9.000 Hektar besonderer Kulturen gebe es in ganz Österreich, 6.000 davon in Niederösterreich. Bei Waldland betrage die Gesamtanbaufläche an Heilpflanzen 4.000 Hektar, rund 200 davon entfielen auf den Schlüsselblumenanbau.

Die Schlüsselblume sei die wichtigste Pflanze für das Unternehmen Bionorica, erklärte CEO Michael Popp. „Seit mehr als 20 Jahren kooperieren wir mit Waldland und nutzen die Blüten der Pflanze für unser Sinupret, die Wurzeln für Bronchipret.“ Das Unternehmen Bionorica habe weltweit patentierte Anlagen entwickelt, sei innovativ und digital und verfüge über modernste Produktionsanlagen. Am wichtigsten sei jedoch, so Popp: „Wir produzieren keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern wissenschaftlich fundierte, pflanzliche und wirksame Arzneimittel.“

Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, unterstrich die Wichtigkeit der „Apotheke vom Feld“. In Heil- und Gewürzpflanzen stecke hohes Potenzial – dieses zeige sich am Beispiel der Schlüsselblume sehr anschaulich. „Diese besondere Kultur steht beispielhaft für eine Landwirtschaft, die hochwertige Rohstoffe produziert, regionale Wertschöpfung schafft und einen hohen Beitrag zur Biodiversität leistet“, sagte Wagner.

Weitere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf, Telefon +43 2742 9005 – 12704, Mobiltelefon +43 676 812 15283, E-Mail lhstv.pernkopf@noel.gv.at

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(v.l.) Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bionorica-CEO Michael Popp und Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher.
(v.l.) Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bionorica-CEO Michael Popp und Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher.© NLK PfefferDownload (1.9Mb)

(v.l.) Andrea Wagner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer NÖ, LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Bionorica-CEO Michael Popp und Waldland-Geschäftsführer Franz Tiefenbacher.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei der Erntemaschine für Schlüsselblumen.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei der Erntemaschine für Schlüsselblumen.© NLK PfefferDownload (1.9Mb)

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei der Erntemaschine für Schlüsselblumen.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Andrea Wagner und Michael Popp auf der Sämaschine.
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Andrea Wagner und Michael Popp auf der Sämaschine.© NLK PfefferDownload (1.7Mb)

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf mit Andrea Wagner und Michael Popp auf der Sämaschine.

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