24.09.2026 | 09:03

Bereits über 100.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind Teil einer Energiegemeinschaft

LH-Stv. Pernkopf: Österreichweites Gipfeltreffen der Energiegemeinschaften in St. Pölten

„Wenn es um Bürgerenergie geht, liegt Niederösterreich klar voran“, betont LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf beim Regionaltreffen Bürgerenergie in St. Pölten die beeindruckende Entwicklung der Energiegemeinschaften im Bundesland. „Bereits mehr als 100.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher nutzen die Vorteile von Energiegemeinschaften. Sie profitieren von günstigeren Stromkosten und entwickeln gleichzeitig ein stärkeres Bewusstsein für Stromproduktion und Energieverbrauch. Der Boom der Bürgerenergie ist nicht nur ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zur Energiewende, sondern schafft auch zusätzliche regionale Wertschöpfung“, so Pernkopf, der verspricht: „Dieser Boom ist jedoch kein Anlass, um sich zurückzulehnen. Wir werden weiterhin die Landsleute bestmöglich unterstützen, um Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen. Denn das schützt das Klima, sichert die regionale Wirtschaftskraft, spart Kosten und macht so das Leben leichter.“

Niederösterreich habe frühzeitig die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen. „Es war goldrichtig, dass wir bereits früh ein umfassendes Serviceangebot aufgebaut haben. Von der Energieberatung Niederösterreich, die Haushalte unabhängig, produktneutral und kostenlos informiert, bis hin zu den Beratungs- und Unterstützungsleistungen der Energie- und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu), die Energiegemeinschaften von der Gründung bis zum laufenden Betrieb begleitet“, erläuterte Pernkopf. Mit Blick auf das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), das am 5. Oktober in Kraft tritt, erwartet der LH-Stellvertreter zusätzliche Impulse für die Bürgerenergie: „Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen stärken die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten und schaffen neue Möglichkeiten für Energiegemeinschaften. Dadurch wird die Bürgerenergie noch attraktiver.“

Am Bürgerenergie-Gipfel nahmen rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von Energiegemeinschaften aus ganz Österreich teil. Neben dem fachlichen Austausch und der Vernetzung standen Vorträge zu aktuellen Themen wie Stromspeicherlösungen, neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen im Netzbereich auf dem Programm.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Auszeichnung von fünf innovativen Best-Practice-Projekten. Zu den Preisträgern zählt auch die EEG Guntramsdorf aus dem Bezirk Mödling, die für ihr erfolgreiches Engagement im Bereich der Bürgerenergie gewürdigt wurde. „Ich gratuliere der EEG Guntramsdorf und ihrem engagierten Team zur verdienten Auszeichnung mit dem Innovationspreis“, freut sich Herbert Greisberger. Geschäftsführer der Energie und Umweltagentur des Landes Niederösterreich (eNu) mit den heimischen Preisträgern: „Die EEG Guntramsdorf verbindet lokale und regionale Erneuerbare Energiegemeinschaften sowie Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen in einem gemeinsamen System und ermöglicht damit eine möglichst lokale Nutzung des erzeugten Stroms. Eine eigens entwickelte Softwareplattform nutzt Verbrauchs-, Erzeugungs- und Wetterprognosen zur Steuerung der Energieflüsse. Ergänzt wird das Modell durch anreizbasierte Tarifmodelle, digitale Services und persönliche Energieberatung vor Ort.“

In Podiumsdiskussionen diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik, Energiewirtschaft und Praxis schließlich über die Zukunft der Bürgerenergie und deren zentrale Rolle für eine sichere, regionale und nachhaltige Energieversorgung.

Informationen zu Bürgerenergie finden Interessierte auf www.energie-noe.at/energiegemeinschaften. Einen Überblick über Energiegemeinschaften in der Umgebung gibt es unter www.stromverbindet.gv.at.

Nähere Informationen: DI Jürgen Maier, Pressesprecher LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf, Tel: 02742/9005 – 12703, Mobil: 0676/81215283, E-Mail: lhstv.pernkopf@noel.gv.at.

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