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21.10.2026 | 14:03

„Wirtschaft und Arbeit im Dialog“: Gemeinsam die Kompetenzen der Zukunft stärken

LH Mikl-Leitner / LR Rosenkranz: Land und Sozialpartner präsentieren den neu aufgestellten NÖ Kompetenzatlas

Der neu aufgestellte NÖ Kompetenzatlas wurde vorgestellt, im Bild von links nach rechts: WK-Präsident Wolfgang Ecker, LR Susanne Rosenkranz, LH Johanna Mikl-Leitner, AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern und AK-Präsident Markus Wieser.
Der neu aufgestellte NÖ Kompetenzatlas wurde vorgestellt, im Bild von links nach rechts: WK-Präsident Wolfgang Ecker, LR Susanne Rosenkranz, LH Johanna Mikl-Leitner, AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern und AK-Präsident Markus Wieser.© NLK FilzwieserDownload (2.1Mb)

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Arbeitsmarkt-Landesrat Susanne Rosenkranz haben am heutigen Mittwoch gemeinsam zum Arbeitsmarktgipfel „Wirtschaft und Arbeit im Dialog“ nach Wiener Neustadt bei der Triumph International AG geladen. Mit Vertreterinnen und Vertretern von AMS, Arbeitskammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und des Sozialministeriumsservice ging es vor allem um den Austausch darüber, welche Kompetenzen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten Jahren relevant sein werden, damit Arbeitssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit auch zukünftig sichergestellt werden können. Präsentiert wurde außerdem der neu aufgerollte „NÖ Kompetenzatlas“, der als zentrale Überblicksplattform zur Kompetenzorientierung im Bundesland dienen soll.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Bei uns in Niederösterreich heißt es nicht: Mensch oder Maschine. Sondern: Mensch und Maschine. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, und gleichzeitig den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Denn die Technologie allein macht noch keinen erfolgreichen Wirtschaftsstandort. Dafür braucht es Menschen, die ihr Handwerk verstehen, Verantwortung übernehmen und bereit sind, Neues dazuzulernen. Mit dem NÖ Kompetenzatlas schaffen wir einen besseren Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten zur Qualifizierung und Weiterbildung. Denn unser Ziel ist, dass die Menschen die Angebote finden, die sie brauchen, um ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Genau das zeichnet unseren niederösterreichischen Weg aus: Miteinander Lösungen erarbeiten, die bei den Menschen ankommen.“

Arbeitsmarkt-Landesrat Susanne Rosenkranz hob besonders hervor, dass die Zusammenarbeit zwischen Land und Partnern unverzichtbar ist, um bedarfsorientiert und zielgerichtet die Interessen der Arbeitnehmer und Bedürfnisse der niederösterreichischen Unternehmen zueinander zu bringen: „In einer zunehmend digitalen Welt, in der die Fülle an erreichbaren Informationen oft den Blick auf das Wesentliche verdeckt, kann man rasch überfordert sein. Genau hier muss unser Ansatz liegen. Wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern Klarheit darüber schaffen, welche Qualifikationen Arbeitnehmer künftig brauchen, um auch in einer sich wandelnden Arbeitswelt bestehen zu können. Gleichzeit müssen heimische Betriebe und Unternehmer eingebunden werden, um deren Bedürfnisse frühzeitig an die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten unserer Arbeitskräfte anzupassen. Auch junge Menschen müssen möglichst früh erfahren, welche Chancen ihnen eine Lehrausbildung bietet und welche vielfältigen Qualifikationsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Niederösterreich ist und war schon immer ein Land der Meister und nicht nur der Master. Darauf sind wir stolz und das wollen wir erhalten.“

Im Zuge der Veranstaltung wurde der „NÖ Kompetenzatlas“ vorgestellt. Ziel ist, dort anzusetzen wo tatsächlich Bedarf besteht. Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln oder neue Qualifikationen erwerben möchten, sollen dort einen raschen und unkomplizierten Überblick über die Aus- und Weiterbildung in den jeweiligen Bereichen erhalten. Der „NÖ Kompetenzatlas“ ist keine starre Einrichtung, sondern eine Überblicksplattform, die laufend weiterentwickelt und aktualisiert wird. So können Veränderungen rasch berücksichtigt und neue Angebote zeitnah aufgenommen werden.

„Gerade vor dem Hintergrund des steigenden Bedarfs an Fachkräften ist es wichtiger denn je, dass die persönlichen Stärken und Begabungen auch zu den passenden Ausbildungen und Qualifikationen führen. Es ist daher sinnvoll und unterstützenswert, dass sämtliche Angebote aller Player in Niederösterreich beim Kompetenzatlas kompakt und übersichtlich zusammengefasst werden. Die AK Niederösterreich schafft dazu mit breiten Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung, Berufsorientierung und Bildungsberatung wichtige Angebote für die Menschen“, so AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser.

„Unsere Betriebe brauchen qualifizierte Fachkräfte. Dafür müssen wir junge Menschen früh für Berufe begeistern und Weiterbildung gezielt unterstützen. KI muss dabei schon in der Lehrausbildung ihren Platz haben, weshalb die Lehrinhalte laufend angepasst werden. Auch im WIFI kann man sich mit Kursen zu KI weiterbilden und mit dem geplanten neuen KI-gestützten WIFI-Service wollen wir vorhandene Fähigkeiten mit passenden Bildungsangeboten und dem Fachkräftebedarf zusammenbringen. Der Kompetenzatlas kann gerade kleineren Betrieben helfen, rasch die richtige Qualifizierung und Unterstützung zu finden“, betont WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

Barbara Ascher, Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung Niederösterreich, sagt dazu: „Lesen, Schreiben und Rechnen bleiben das unverzichtbare Fundament. Doch Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern die Anforderungen in der Arbeitswelt grundlegend. Die Industrie braucht neben fundiertem Fachwissen zunehmend Menschen, die technologische Entwicklungen verstehen, eigenständig Lösungen erarbeiten und bereit sind, sich laufend weiterzuentwickeln. Dafür müssen wir bereits in der Schule die richtigen Grundlagen legen und gleichzeitig Aus- und Weiterbildung stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen der Betriebe ausrichten. Entscheidend ist, dass Bildungssystem, Politik und Wirtschaft hier gemeinsam an einem Strang ziehen.“

Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ: „Der demografische Wandel wird den niederösterreichischen Arbeitsmarkt langfristig prägen. Deshalb müssen wir alle verfügbaren Potenziale nutzen – von einer stärkeren Erwerbsbeteiligung von Frauen und Älteren bis hin zu den Chancen der Künstlichen Intelligenz. KI hilft auch im Arbeitsmarktservice Kompetenzen und Jobchancen schneller und treffsicherer zusammenzuführen. Sie unterstützt unsere Arbeit, ersetzt aber keine menschliche Entscheidung. Im AMS steht auch künftig der Mensch im Mittelpunkt: Die letzte Entscheidung trifft immer die Beraterin oder der Berater.“

Günther Widy, Leiter des Sozialministeriumsservice Niederösterreich: „Der Arbeitsmarkt fordert von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern über Fachkompetenzen hinaus auch verstärkt digitale Fähigkeiten und überfachliche Kompetenzen. Damit ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Menschen mit Behinderung den Anschluss an den Arbeitsmarkt nicht verlieren, stellt das SMS mit den Angeboten aus dem Netzwerk Berufliche Assistenz zielgerichtete Unterstützungsmaßnahmen – wie etwa AusbildungsFit – zur Verfügung, um am Erwerb fehlender Kompetenzen und Skills zu arbeiten. Dabei wird auch eng mit Angeboten anderer Stakeholder zusammengearbeitet. Mit dem überarbeiteten Kompetenzatlas kann man nun noch leichter das richtige Angebot finden.“

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Präsentierten den neu aufgestellten NÖ Kompetenzatlas: WK-Präsident Wolfgang Ecker, LR Susanne Rosenkranz, LH Johanna Mikl-Leitner, AK-Präsident Markus Wieser und AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (von links nach rechts).
Präsentierten den neu aufgestellten NÖ Kompetenzatlas: WK-Präsident Wolfgang Ecker, LR Susanne Rosenkranz, LH Johanna Mikl-Leitner, AK-Präsident Markus Wieser und AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (von links nach rechts).© NLK FilzwieserDownload (1.6Mb)

Präsentierten den neu aufgestellten NÖ Kompetenzatlas: WK-Präsident Wolfgang Ecker, LR Susanne Rosenkranz, LH Johanna Mikl-Leitner, AK-Präsident Markus Wieser und AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern (von links nach rechts).

Von links nach rechts: WK-Präsident Wolfgang Ecker, IV-Vizepräsidentin Barbara Ascher, der Leiter des Sozialministeriumservice Günther Widy, LR Susanne Rosenkranz, KI-Experte Mathias Lipp-Rosenthal, LH Johanna Mikl-Leitner, Triumph-Geschäftsführer Oliver Rossmann, AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern und AK-Präsident Markus Wieser.
Von links nach rechts: WK-Präsident Wolfgang Ecker, IV-Vizepräsidentin Barbara Ascher, der Leiter des Sozialministeriumservice Günther Widy, LR Susanne Rosenkranz, KI-Experte Mathias Lipp-Rosenthal, LH Johanna Mikl-Leitner, Triumph-Geschäftsführer Oliver Rossmann, AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern und AK-Präsident Markus Wieser.© NLK FilzwieserDownload (2.4Mb)

Von links nach rechts: WK-Präsident Wolfgang Ecker, IV-Vizepräsidentin Barbara Ascher, der Leiter des Sozialministeriumservice Günther Widy, LR Susanne Rosenkranz, KI-Experte Mathias Lipp-Rosenthal, LH Johanna Mikl-Leitner, Triumph-Geschäftsführer Oliver Rossmann, AMS-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern und AK-Präsident Markus Wieser.

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