Niederösterreich und die ukrainische Region Lwiw haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Im Fokus der Vereinbarung stehen der Wiederaufbau der Ukraine sowie die langfristige Zusammenarbeit beider Regionen in Wirtschaft, Innovation, Bildung und Wissenschaft. Darüber hinaus sollen Kooperationen in den Bereichen Energie, nachhaltige Technologien, Gesundheit, Kultur und humanitäre Projekte vertieft werden. Ziel der Vereinbarung ist es, konkrete Projekte umzusetzen, neue Netzwerke aufzubauen und Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung noch enger miteinander zu verknüpfen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont die Bedeutung der Partnerschaft für Niederösterreich: „Niederösterreich ist ein starkes, exportorientiertes Bundesland mit innovativen Unternehmen und hoher internationaler Vernetzung. Die Kooperation mit der Region Lwiw eröffnet neue wirtschaftliche Chancen für unsere Betriebe und stärkt Niederösterreich als verlässlichen Partner in Europa. Gerade in herausfordernden Zeiten sind starke regionale Partnerschaften ein wichtiger Motor für wirtschaftliche Entwicklung, Stabilität und Zukunftsperspektiven.“
Wolfgang Anzengruber, Koordinator für den Ukraine-Wiederaufbau im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten, betont: „Regionale Partnerschaften wie jene zwischen Niederösterreich und Lwiw sind entscheidend für den nachhaltigen Wiederaufbau der Ukraine und eröffnen neue Chancen für österreichische Unternehmen.“
„Die Partnerschaft zwischen dem Oblast Lemberg und Niederösterreich ist mehr als nur eine formelle Vereinbarung. Sie spiegelt gemeinsame europäische Werte, gegenseitiges Vertrauen und eine gemeinsame Vision für eine widerstandsfähige und innovative regionale Entwicklung wider. In einer Zeit, in der die Ukraine weiterhin ihre Freiheit und ihre Zukunft in Europa verteidigt, gewinnt eine solche Zusammenarbeit zwischen Regionen besondere Bedeutung. Wir schätzen die Solidarität und Offenheit Niederösterreichs für den Aufbau einer langfristigen Zusammenarbeit in Bereichen, die unsere Gemeinschaften stärken und zum Wiederaufbau der Ukraine sowie zur europäischen Integration beitragen, sehr“, erklärt Maksym Kozytskyj, Governor der Regionalverwaltung Lwiw.
Der Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich, Kari Ochsner, resümiert: „Der Krieg in der Ukraine verursacht unermessliches Leid. Aber auch in den schwierigsten Zeiten muss man nach vorne denken. Wir wissen nicht, wann der Krieg endet, aber wir müssen jetzt schon über das Danach sprechen. Denn dann wird es darauf ankommen, schnell und verlässlich zu handeln. Österreich war vor dem Krieg der sechstgrößte ausländische Investor in der Ukraine, unsere Betriebe genießen dort einen exzellenten Ruf, vor allem in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Bahn und Green-Tech. Auf diese Expertise will die Ukraine beim Wiederaufbau zurückgreifen. Dieses Memorandum of Understanding ist daher ein wichtiges Signal, denn es zeigt, dass Niederösterreich langfristig denkt und verlässlich ist. Denn am Ende geht es nicht nur um wirtschaftliche Chancen, sondern auch um unsere Verantwortung gegenüber einem Land, das für europäische Werte kämpft.“
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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Governor Maksym Kozytskyj unterzeichneten das Memorandum of Understanding.
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