In den derzeit 113 Musik- und Kunstschulen in Niederösterreich gab es in den letzten beiden Jahren einen Zuwachs um 3.000 Musikschülerinnen und Musikschüler, damit erhalten rund 63.000 Personen Unterricht – das ist ein neuer Rekord. Deshalb hat die NÖ Landesregierung in ihrer Sitzung am gestrigen Dienstag eine Erhöhung der Förderung um rund 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr beschlossen. Die Musik- und Kunstschulen werden im Budgetjahr 2026 mit 43,5 Millionen Euro gefördert.
„Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen das erfolgreiche Musikschulwesen in Niederösterreich für die nächsten Jahre zukunftsfit gestalten, den Zugang zu umfassender kultureller Bildung sichern und die hohe Qualität dauerhaft gewährleisten“, erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie betont: „Investitionen in Musik- und Kunstschulen sind zentrale Investitionen in die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Es ist der Anspruch des Landes Niederösterreich, die Gemeinden bei der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Musikschulwesens bestmöglich zu unterstützen.“ So wird die Zahl der durch das Land NÖ geförderten Wochenstunden um 500 auf nunmehr insgesamt 34.140 Unterrichtsstunden pro Woche im neuen NÖ Musikschulplan zum Schuljahr 2026/2027 erhöht – ein bisher unerreichter Höchstwert.
Neu ist auch, dass Musikschulen künftig auch Kunstfächer anbieten und damit zur Musik- und Kunstschule werden können. Dieses österreichweit einzigartige Angebot startet bereits im Herbst 2026, indem künftig neben Musik, Tanz und darstellender Kunst auch die Fachbereiche bildende Kunst, Medienkunst sowie Literatur gefördert und angeboten werden können. „Ich freue mich, dass in unserem Musikschulwesen so viel Dynamik ist und so viele Musikschulen sofort zugesagt haben, im nächsten Jahr auch Kunstfächer zu unterrichten“, zeigt sich Mikl-Leitner begeistert. „Damit schaffen wir für viele Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, lokal in den Gemeinden Kunstunterricht zu erhalten – das ist ein Meilenstein für die Belebung der Regionalkultur. Niederösterreich bestätigt damit seine Position als österreichweiter Vorreiter und Kulturland Nummer 1!“
Im Dezember 2023 wurde die Novelle des NÖ Musikschulgesetzes 2000 finalisiert, die ein neues Fördermodell für niederösterreichische Musikschulen vorsieht, um die hohe Qualität des Musikschulwesens zu erhalten und finanziell abzusichern. Auch wenn es erst mit 1. September 2026 in Kraft tritt, haben sich bereits zahlreiche Musikschulen frühzeitig darauf eingestellt und Kooperationen mit Nachbargemeinden für den gemeinsamen Betrieb fixiert. Aus den derzeit 113 Musikschulen im Schuljahr 2025/26 werden mit Beginn des Schuljahres 2026/27 voraussichtlich 74 Musik- und Kunstschulen hervorgehen. Darüber hinaus wird die Anzahl der im Musikschulwesen beteiligten Gemeinden höher und dadurch die Flächendeckung an Musikschulunterricht größer. Für die Schülerinnen und Schüler in der Region ergibt sich dadurch der Vorteil, dass das Fächerangebot an den unzähligen Unterrichtsstandorten der Musik- und Kunstschulen noch vielfältiger wird.
„Die Weichen für die Zukunft sind nun gestellt“, sagt Tamara Ofenauer-Haas, Geschäftsführerin des MKM Musik & Kunst Schulen Management NÖ. „Jetzt heißt es, sich weiter gemeinsam auf den Weg zu machen und die eingeleiteten Maßnahmen für die Musik- und Kunstschulen umzusetzen – und dabei im Sinne unseres Jahresmottos gemeinsam durch Musik, Kunst und Kultur zu wachsen.“
Das MKM Musik & Kunst Schulen Management Niederösterreich ist ein gemeinnütziger Kulturbetrieb innerhalb der Kultur.Region.Niederösterreich. Zu seinen Aufgaben zählen neben Beratung und Information der Musik- und Kunstschulen die Abwicklung der Landesförderung, die Konzeption und Organisation von Fortbildungen, sowie die Förderung von Talenten. Das MKM NÖ organisiert Jugendmusikwettbewerbe, betreut die Landesjugendorchester und ist für die Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung in allen Bereichen des niederösterreichischen Musikschulwesens zuständig.
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