19.02.2026 | 09:39

Erfolgreiche Hochrisiko-OP in Krems: Patient gewinnt Stimme und Atemluft zurück

LR Kasser: Spitzenmedizin sichert nachhaltigen Behandlungserfolg

Eine hochkomplexe Operation wurde im Universitätsklinikum Krems an der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten mit großem Erfolg durchgeführt: Ein Patient mit schwerer subglottischer Stenose – einer Verengung der Luftröhre direkt unter den Stimmbändern, die zu Atemnot führt – konnte durch eine „krikotracheale Resektion“ (chirurgisches Verfahren) nachhaltig behandelt werden.

„Der Fall unterstreicht eindrucksvoll, wie essenziell interdisziplinäre Zusammenarbeit, chirurgische Erfahrung und moderne Medizin für die erfolgreiche Behandlung komplexer Krankheitsbilder sind und wie Lebensqualität durch spezialisierte Medizin zurückgewonnen werden kann“, betont der für die Landeskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser. Die subglottische Stenose – eine narbige Verengung des Kehlkopfs unterhalb der Stimmbänder – des betroffenen Patienten, Herrn Schmatz, war die Folge einer lang andauernden Intubation während eines vorausgegangenen Intensivaufenthalts. Die Narbenbildung im Bereich der Luftröhre führte zu massiver Atemnot und stark eingeschränkter körperlicher Belastbarkeit. Zuvor durchgeführte bronchoskopische Narbendurchtrennungen durch die Klinische Abteilung für Pneumologie am Universitätsklinikum Krems brachten jeweils nur kurzfristige Erleichterung, da es immer wieder zu einer erneuten Verengung kam.

Aufgrund des komplexen Krankheitsbildes erfolgte schließlich der entscheidende Eingriff im Universitätsklinikum Krems: In einer rund dreistündigen Operation wurden die vernarbten Anteile des Kehlkopfs sowie betroffene Segmente der Luftröhre vollständig entfernt. Anschließend wurde die Luftröhre präzise mit den verbliebenen Anteilen des Kehlkopfs wieder verbunden. „Die krikotracheale Resektion zählt zu den anspruchsvollsten Eingriffen im Bereich der Atemwege und erfordert höchste medizinische und pflegerische Expertise“, erklärt Primar Markus Brunner, Leiter der Klinischen Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten.

Möglich wurde diese Operation durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der Klinischen Abteilungen für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, für Anästhesie und Intensivmedizin sowie für Pneumologie sowie durch die spezialisierte intensiv- und normalstationäre Nachbetreuung. Der Patient wurde postoperativ zwei Nächte auf der Intensivstation überwacht und anschließend auf die Normalstation verlegt. Der postoperative Verlauf war komplikationslos. Bereits eine Woche nach der Operation konnte der Patient mit deutlich verbesserter Atmung und guter Stimmqualität entlassen werden.

„Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit gegenüber den behandelnden Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal betonen. Mich hat hier nicht nur die großartige medizinische und fachlich hervorragende Pflege beeindruckt, sondern besonders auch die berührende Menschlichkeit, welche ich in allen Momenten so heilsam erlebt habe“ erklärt Franz Schmatz.

Weitere Informationen: Nicole Karall, MA, Universitätsklinikum Krems, Telefon +43 676 858 143 1013, E-Mail presse@krems.lknoe.at, bzw. NÖ Landesgesundheitsagentur, Abteilung Kommunikation, Stefanie Haslauer-Zischkin, BA, Telefon 2742 9009-10068, E-Mail medienservice@noe-lga.at, http://www.landesgesundheitsagentur.at/

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