Im Herbst 2022 erfolgte der Startschuss für die größte familienpolitische Initiative in der Geschichte des Landes NÖ. Die Eckpunkte lauten: Vormittag gratis, Nachmittag leistbar, Verkleinerung der Gruppengrößen für eine individuellere Betreuung, Verkürzung der Schließtage und ein bedarfsgerechtes Angebot in Wohnortnähe. Mit 1. Jänner 2023 wurde der Fördersatz für bauliche Investitionen von Gemeinden von 27% auf knapp 50% angehoben. Der erhöhte Fördersatz soll die für Kinderbetreuung zuständigen Gemeinden bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen. Das gemeinsame Ziel: alle Zweijährigen, die einen Betreuungsplatz benötigen, sollen in Wohnortnähe einen Platz bekommen. Die Kinderbildungs- und -betreuungsoffensive läuft bis Ende 2027. „Landesweit wurde inzwischen die Förderung für über 580 neue Kinderbetreuungsgruppen sowie 39 neue Bewegungsräume mit einem Projektvolumen von über 346 Millionen Euro und einem Fördervolumen von mehr als 168 Millionen Euro beschlossen. Das bedeutet, dass in 60% der Initiativen bereits für mehr als zwei Drittel der bis Ende 2027 prognostizierten 865 Gruppen die Förderzusage zugesichert wurde. Davon sind über 500 Gruppen für die beste Zukunft unserer Kinder bereits in Betrieb. Ich bedanke mich bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und ihren Teams aus Politik und Verwaltung, dass sie auch in schwierigen Zeiten gemeinsam mit dem Land NÖ für unsere Familien an einem Strang ziehen“, so Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Das Land NÖ und die Gemeinden nehmen gemeinsam bis 2027 750 Millionen Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung in die Hand. Neben den baulichen Maßnahmen fließt das Geld auch selbstverständlich in den laufenden Betrieb der Kindergärten und Tagesbetreuungseinrichtungen sowie die Elementarpädagoginnen und -pädagogen.
In der Kindertagesheimstatistik 2024/2025 sind die ersten Erfolge bereits abgebildet. Von den im Vergleich zum Vorjahr 360 neuen Kindergartengruppen im Bundesgebiet kamen alleine 251 Gruppen in Niederösterreich neu hinzu (69,7 Prozent). 3.592 Kindergartengruppen und 59.019 Kinder in Niederösterreichs Kindergärten bedeuten einen neuen Höchststand. Nach Bundesländern betrachtet gibt es die anteilsmäßig meisten ganztägig betreuten Kinder in Kindergärten in Niederösterreich (77,0 %). Auch bei den Krippen und Kleinkindbetreuungseinrichtungen gab es noch nie so viele Gruppen und betreute Kinder wie im Statistikzeitraum 2024/25.
Mit einer Besuchsquote von 98,2 Prozent der 3- bis 5-jährigen Kinder (Platz 1 im Bundesländervergleich / Österreich-Schnitt 94,3 Prozent) sowie 38,6 Prozent der 0- bis 2-jährigen Kinder (Platz 3 im Bundesländervergleich / Österreich Schnitt 34,8 Prozent) liegt Niederösterreich laut Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria im Spitzenfeld. Vergleicht man die Besuchsquoten der 0- bis 2-jährigen Kinder von 2018 bis 2024, so hat Niederösterreich mit einem Plus von 14 Prozent bzw. einer Steigerung von 56,9 Prozent die höchsten Zuwachsraten im ganzen Bundesgebiet. Niederösterreich führt die Bundesländerwertung bei den Besuchsquoten der 2-Jährigen (82,1 Prozent / Österreich-Schnitt 64,7 Prozent), 3-Jährigen (97,2 Prozent / Österreich-Schnitt 89,1 Prozent) und 4-Jährigen (98,8 Prozent / Österreich-Schnitt 95,9 Prozent) an. „Die Zahlen der Kindertagesheimstatistik 2024/25 zeigen ganz deutlich, dass wir mit unserer NÖ Kinderbildungs- und -betreuungsoffensive gemeinsam mit den Gemeinden auf dem richtigen Weg sind.“ Über 99% der Gemeinden können 2-Jährigen bereits einen Betreuungsplatz anbieten.
Die Erfolge der „blau-gelben Betreuungsoffensive“ schlagen sich auch in der Verbesserung der VIF-Konformität, dem Indikator für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nieder. Betrachtet man die Betreuungsquoten in VIF-konformen Einrichtungen in Altersgruppen unterteilt, so ergibt sich eine Steigerung bei den 0- bis 2-Jährigen von 31,3% im Jahr 2018 auf 62,3% im Jahr 2023. Bei den 3- bis 5-Jährigen ergibt sich im selben Zeitraum eine Erhöhung von 20% auf 52,9%. „Die Zahlen der jüngst veröffentlichten Kindertagesheimstatistik sind sehr erfreulich. Die Intention der blau-gelben Kinderbetreuungsoffensive ist es, die echte Wahlfreiheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern und Erziehungsberechtigten voranzutreiben. Seit 2023 wurden die gesetzlichen Schließtage in den Sommerferien von drei auf eine Woche reduziert, gleichzeitig wurden die kostenlose institutionelle Kinderbetreuung am Vormittag vom Kindergarten auch auf Kleinkinder in Tagesbetreuungseinrichtungen ausgeweitet. Ein besserer Betreuungsschlüssel führt zu individuellerer Betreuung unserer Kinder. Die Zahlen belegen, dass die bereits umgesetzten Maßnahmen Früchte tragen und sehr gerne angenommen werden“, führt Teschl-Hofmeister aus.
In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage an Bundesminister Wiederkehr wird deutlich, dass das Land Niederösterreich beim Abholen von Fördermitteln des Bundes für die Kinderbetreuung top ist. „Wir haben in den vergangenen Kindergartenjahren 2022/23 und 2023/24 nahezu 100 Prozent bzw. 73,38 Millionen Euro der Niederösterreich zustehenden Fördermittel des Bundes abgeholt und somit sämtliche zur Verfügung stehende Mittel für den Ausbau der Kinderbetreuung ins Bundesland geholt. Wichtig dabei ist die Abrufung der Gesamtsumme, die in das System der Betreuung unserer Kleinsten in Niederösterreich investiert wird, nicht die Betrachtung einzelner Konten der Vereinbarung“, so Teschl-Hofmeister abschließend.
Weitere Informationen: Büro LR Christiane Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus@noel.gv.at
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(v.l.n.r.): Alessia, Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Livia
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