09.06.2026 | 10:48

Neuer OP-Roboter am Landesklinikum Zwettl sorgt für mehr Präzision bei Knieoperationen

LR Kasser: Ausbau der roboterassistierten Chirurgie bedeutet modernste Medizin zum Wohl unserer Landsleute

Im Zuge des Gesundheitsplans 2040+ und der Weiterentwicklung des NÖ Gesundheitswesens wird am LK Zwettl eine innovative Technologie in der Kniechirurgie für eine Pilotphase eingesetzt: das robotergestützte System „ROSA“ (Robotic Surgical Assistant). Dabei handelt es sich um einen sogenannten Co-Roboter, der die Operateurinnen und Operateure aktiv unterstützt, ohne deren Kontrolle zu ersetzen.

„Mit dem gezielten Ausbau der roboterassistierten Chirurgie setzen wir in Niederösterreich konsequent auf modernste Medizin zum Wohl unserer Landsleute. Der neue OP-Roboter am Landesklinikum Zwettl ist zum einen ein weiterer wichtiger Schritt, um Spitzenmedizin auf höchstem Niveau anzubieten, und zum anderen kann durch den Einsatz des OP-Roboters die Leistungsfähigkeit in der Gelenkersatzchirurgie weiter gesteigert und in Summe mehr Eingriffe durchgeführt werden“, betont der für die Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.

Mit zunehmendem Alter oder durch Abnutzung können Kniegelenke ihre Funktion verlieren und starke Schmerzen verursachen. Die Implantation von Knieprothesen zählt zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Elisabeth Bräutigam hält fest: „Moderne medizinische Entwicklungen eröffnen heute neue Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten wieder zu mehr Lebensqualität zu verhelfen. Am Landesklinikum Zwettl kommt dabei zunehmend robotergestützte Technologie in der Gelenkchirurgie zum Einsatz. Gleichzeitig ist es für angehende Medizinerinnen und Mediziner ein attraktives Zusatzangebot des Standortes.“

Karl Miedler, Leiter der Abteilung Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am LK Zwettl, erklärt: „Seit der Einführung des robotergestützten Systems im März 2026 wurden bereits rund 50 Operationen höchst erfolgreich mit Unterstützung des OP-Roboters durchgeführt. Ziel ist es, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit nachhaltig zu verbessern. Durch den Einsatz computergestützter Systeme kann die Operation heute noch exakter geplant und durchgeführt werden. Dabei analysiert die Technologie die individuelle Anatomie des Kniegelenks und unterstützt Operateurinnen und Operateure dabei, die Prothese optimal zu positionieren.“ Er unterstreicht: „Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies zahlreiche Vorteile: geringerer Schmerz nach der Operation, eine schnellere Rehabilitation sowie eine verbesserte Funktion des Gelenks. Auch das umliegende Gewebe kann durch die präzise Arbeitsweise besser geschont werden.“

Der eingesetzte Co-Roboter hilft während des Eingriffs, kleinste Abweichungen zu vermeiden und die Implantation exakt nach Plan durchzuführen. Gleichzeitig bleibt die Kontrolle stets beim medizinischen Fachpersonal. Die Technologie fungiert als unterstützendes Instrument, das die Erfahrung und Expertise der Orthopädinnen und Orthopäden ergänzt.

„Die Einführung solcher innovativen Verfahren unterstreicht den hohen Qualitätsanspruch des Landesklinikums Zwettl. Ziel ist es, modernste medizinische Standards mit individueller Betreuung zu verbinden und die Patientinnen und Patienten in der Region bestmöglich zu versorgen“, so Andreas Reifschneider, Geschäftsführer der Gesundheit Waldviertel GmbH.

Weitere Informationen bei Sarah Bayerl-Schwarzinger, Landesklinikum Zwettl, 02822 / 9004 – 18002, sarah.bayerl-schwarzinger@zwettl.lknoe.at

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