Lenkberechtigung - Erteilung
Allgemeine Informationen
Den Antrag auf Erteilung einer Lenkberechtigung (Führerscheinantrag) müssen Sie bei einer Fahrschule einreichen. Die Fahrschule kann innerhalb Österreichs frei gewählt werden.
Das Verfahren zur Erteilung der Lenkberechtigung wird von der Behörde geführt, in deren Sprengel die besuchte Fahrschule ihren Sitz hat. Im günstigsten Fall erübrigt sich jedoch der Weg zur Behörde.
Mit der Ausbildung in der Fahrschule (theoretische und praktische) darf frühestens sechs Monate vor dem Erreichen des für die jeweilige Klasse oder Unterklasse geltenden Mindestalters begonnen werden.
Nach der bestandenen praktischen Fahrprüfung wird ein vorläufiger Führerschein ausgestellt - der Scheckkartenführerschein wird innerhalb weniger Tage nach Bezahlung der Kosten, die auf dem Kostenblatt aufscheinen, per Post zugestellt.
ACHTUNG: Alle Papier- und Scheckkartenführerscheine für die Klassen A (Motorrad) und B (Pkw), die bis 18. Jänner 2013 ausgestellt werden bzw. wurden, bleiben bis 18. Jänner 2033 gültig. Voraussetzung ist, dass Namen und Daten im Führerschein noch lesbar sind und die Betreffende/der Betreffende auf dem Foto eindeutig erkennbar ist.
Scheckkartenführerscheine, die ab 19. Jänner 2013 ausgestellt werden, sind, vergleichbar den Reisepässen, für die Dauer von 15 Jahren befristet. Die Befristung soll dazu beitragen, dass das Foto im Führerschein dem gegenwärtigen Aussehen der Betreffenden/des Betreffenden entspricht und sie/ihn eindeutig erkennen lässt.
Ärztliche Untersuchungen oder Fahrprüfungen werden anlässlich der Fristverlängerung nicht vorgenommen.
Voraussetzungen
Verkehrszuverlässigkeit (wird von der Behörde geprüft) und Erreichen des jeweiligen Mindestalters:
| Klasse | Erteilung der Lenkberechtigung frühestens mit |
|---|---|
Mopedausweis |
|
Vorstufe A |
|
A |
|
B |
|
B mit 17 |
|
C |
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C1 |
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D |
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F |
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Mit der Ausbildung in der Fahrschule (theoretische und praktische) darf frühestens sechs Monate vor dem Erreichen des für die jeweilige Klasse oder Unterklasse geltenden Mindestalters begonnen werden.
Ausnahme:
- Mit der L17-Ausbildung in der Fahrschule darf mit Vollendung des 16. Lebensjahres begonnen werden.
- Ebenso mit Vollendung des 16. Lebensjahres kann mit der theoretischen und praktischen Ausbildung der Klasse A in einer Fahrschule begonnen werden, wenn gleichzeitig eine L17-Ausbildung gemacht wird. Die praktische Fahrprüfung für die Klasse A darf jedoch erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres abgelegt werden.
- Lehrlinge für den Beruf "Berufskraftfahrer" für die Klassen B und C dürfen sechs Monate vor Vollendung des 17. Lebensjahres mit der Fahrschulausbildung beginnen.
Zuständige Stelle
für die Antragstellung: eine Fahrschule Ihrer Wahl
für das Verfahren zur Erteilung der Lenkberechtigung: die Führerscheinbehörde, in deren Sprengel die besuchte Fahrschule ihren Sitz ha
- In Städten mit Bundespolizeidirektion: die Bundespolizeidirektion
- In Wien: das Verkehrsamt
- In Städten ohne Bundespolizeidirektion bzw. in Gemeinden: die Bezirkshauptmannschaft
- In den Statutarstädten Krems und Waidhofen/Ybbs: der Magistrat
Kosten
- Anmeldung in der Fahrschule: kostenfrei
- Führerscheingebühr (ohne Arzt- und Prüfgebühren): 60,50 Euro
- Expressherstellung: zusätzlich16 Euro
Hinweis: Die Kosten können direkt bei der Behörde jederzeit zu den Amtsstunden in bar beglichen werden. Bei der Zahlscheinvariante sollte der beigefügte Zahlschein verwendet oder zumindest die Antragsnummer angegeben werden (sonst kann es Zuordnungsprobleme der Geldbeträge bei den Behörden geben).
Erfoderliche Unterlagen
bei der Anmeldung in der Fahrschule:
- amtlicher Lichtbildausweis (Reisepass oder Personalausweis oder Führerschein oder Identitätsausweis)
- bei Namensänderung: die eine Namensänderung bestätigende Urkunde
- eventuell Bestätigung der Meldung (erleichtert die Abwicklung bei der Fahrschule)
- gegebenenfalls Nachweis eines akademischen Grades
Hinweis: Das ärztliche Gutachten sollten Sie vor Beginn der Fahrausbildung machen und spätestens vor Anmeldung zur Theorieprüfung aus Datenschutzgründen direkt an die zuständige Behörde schicken oder dort abgeben.
TIPP:
Liste der ermächtigten Ärztinnen und Ärzte
spätestens bei der Theorieprüfung:
- ein Passfoto (Hochformat ca. 35 mm x 45 mm) nach folgenden Passbildkriterien
spätestens vor Aufnahme in die Prüfliste für praktische Prüfung:
- Nachweis über die Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen (sechs Stunden für alle Klassen, außer Klasse D und Klasse D+E) bzw. Erste-Hilfe-Kurs für die Klasse D und Klasse D+E (16 Stunden)
Zusätzliche Informationen
Wenn die Fahrprüfung mit einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe abgelegt wird, wird die Lenkberechtigung auf solche Fahrzeuge beschränkt (Ausnahme: Klasse C, sofern die Prüfung der Klasse B auf einem Prüfungsfahrzeug mit manuellem Schaltgetriebe abgelegt wurde).
Verfahrensablauf
Bei der Antragstellung in der Fahrschule werden die Kundendaten direkt in das Führerscheinregister eingetragen. Die ausgedruckte Niederschrift wird der Antragstellerin oder dem Antragsteller vorgelegt, um die Richtigkeit der Daten zu überprüfen und sie zu unterschreiben.
Hinweis: Diese Niederschrift ersetzt das bisherige Antragsformular für den Führerschein.
In weiterer Folge wird sind folgende Schritte notwendig:
- (von der Behörde wird die Verkehrszuverlässigkeit geprüft)
- Fahrausbildung
- Beibringung eines ärztlichen Gutachtens
- Unterweisung in lebensrettenden Sofortmaßnahmen (alle Klassen, außer Klasse D und Klasse D+E)
- Erste-Hilfe-Kurs (für Klasse D und Klasse D+E)
Bei erfolgreicher Absolvierung der praktischen Fahrprüfung erhalten Sie von der Fahrprüferin oder vom Fahrprüfer
- den vorläufigen Führerschein,
- ein Kostenblatt mit Zahlschein für die Verfahrenskosten,
- bei ev. Auflagen ein Merkblatt über den/die eingetragenen Codes.
Für jede erfolgreich geprüfte Klasse oder Unterklasse wird ein vorläufiger Führerschein ausgestellt. Er enthält alle Daten, die auch der Führerschein beinhaltet (neben den Personaldaten und Führerscheinklassen auch etwaige Befristungen, Beschränkungen oder Auflagen).
Hinweis: Der vorläufige Führerschein muss bei Aushändigung sowohl von der Fahrprüferin oder vom Fahrprüfer als auch von der Prüfungskandidatin oder vom Prüfungskandidaten unterschrieben werden.
Der vorläufige Führerschein ist nur gültig:
- maximal vier Wochen lang ab Aushändigungsdatum (Frist kann nicht verlängert werden)
- in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis
- innerhalb Österreichs
Hinweis: Nach der Zustellung des Führerscheins wird der vorläufige Führerschein ungültig, muss aber nicht bei der Behörde abgeliefert werden.
Wenn von mehreren beantragten Klassen nur einzelne Prüfungen bestanden wurden, kann die Führerscheinkandidatin oder der Führerscheinkandidat wählen, ob ein Führerschein ausgestellt werden soll oder nicht:
- Führerschein soll für die bestandenen Klassen oder Unterklassen ausgestellt werden:
o der volle Betrag (auch Beträge für nicht bestandene Klassen) ist zu bezahlen
o der Antrag für die nicht bestandenen Klassen gilt als zurückgezogen
o für die Absolvierung der übrigen Klassen muss bei der Fahrschule eine Ausdehnung der Lenkberechtigung beantragt werden - Führerschein soll erst bei Bestehen der restlichen Klassen oder Unterklassen ausgestellt werden:
o es wird kein Kostenblatt ausgehändigt
o die Gebühren werden vorläufig gestundet (bis 18 Monate)
o mit Absolvierung der praktischen Fahrprüfung in den restlichen Klassen und Unterklassen wird nach Bezahlung der Gebühren die Herstellung des Scheckkartenführerscheins veranlasst
Das Kostenblatt enthält:
- alle angefallenen Kosten (außer die ärztlichen und amtsärztlichen Kosten), beispielsweise
o Führerscheingebühr
o Prüfgebühr
o Expressherstellung - einen Zahlschein (mit Antragsnummer)
Erst wenn die auf dem Kostenblatt angegebenen Gebühren entrichtet wurden, veranlasst die Führerscheinbehörde die Herstellung des Scheckkartenführerscheins bei der Österreichischen Staatsdruckerei.
Innerhalb von fünf bis zehn Tagen nach dem Produktionsauftrag wird der Führerschein per Post an die von der Antragstellerin oder vom Antragsteller angegebene Adresse zugestellt.
TIPP: Es gibt auch die Möglichkeit einer Expressherstellung (Mehrkosten 16 Euro) - dann wird der Führerschein innerhalb von ungefähr zwei Tagen zugestellt.
Hinweis: Nicht zustellbare Führerscheine werden an die zuständige Führerscheinbehörde geschickt.
Rechtsgrundlagen
Passbildkriterien
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